Suminagashi-Stahl an Ilex

Es war mal wieder an der Zeit die angesammelten Materialien zu verarbeiten. Ein Stück Suminagashi-Stahl aus 22 Lagen nicht härtbarem Stahl mit einer extra Schneidlage aus weißem Papierstahl wollte in Form einer Klinge gebracht werden. Man ergänze die Klinge um ein Stück Ilex und etwas Leder und schon hat man folgendes:

Lange planen brauchte ich nicht, da ich in einem Forum von einem Bild einer hübsche Griffform inspiriert wurde. Die Klingenform ist recht klassisch, gerade, ohne viel Schnörkel. Bei sowas mag ich es doch, wenn die Musterung der einzelnen Lagen der wesentliche Augenmerk ist. Sowohl die Härtung als auch das Ätzen der Klinge wurden in Daniels Schmiede erledigt.

Der Griff sollte dann mal wieder etwas neues sein, denn einen Griff mit einer Unterbrechung drin hatte ich bis dato noch nicht versucht. Eigentlich hört es sich einfach an, aber da das ganze hinterher auch schön bündig sein soll und das gewählte Material auch noch weich war, war ich mir da nicht so sicher. Das Zwischenstück besteht aus gestapelten Lederstücken, die im Schraubstock unter kräftigem Druck zu einem Paket verklebt wurden. Das Leder ließ sich erstaunlich gut mit dem Schleifgerät bearbeiten, allerdings flogen die Lederfuseln ziemlich weit durch die Gegend.

Ilex ist bei der Verarbeitung ein Traum. Ein schönes hartes sehr helles Holz mit einer dezenten Maserung. Poliert liegt es so glatt und weich in der Hand, dass für die Nutzung des Messers der Bereich aus Leder aufgrund seiner Rutschfestigkeit schon als unabdingbares Sicherheitsfeature gewertet werden kann.

Die Form liegt inzwischen ganz gut in der Hand und das Leder sorgt an der richtigen Stelle für den nötigen Grip. Inzwischen finde ich die Klinge schon fast etwas lang, aber ich wollte das Stück Lagenstahl halt voll ausnutzen und wenn man es jetzt so in der Hand hält macht es sich ganz gut. Ich denke es wird sich sicherlich gut in einer Lagerküche machen.

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